Balkan 2006.01 – Venedig und Kroatien
Übersicht
Projekt
Projektleitung: Walter Grämiger AG, Bütschwil
Reiseleitung: Walter Grämiger und Heidi Gerber
Reiseleitung Kroatien:
Hotels
Eclare Mare (I) – Hotel Berna *****
Opatia (HR) – Grand Hotel Adriatic ******
Lienz (A) – Hotel Traube ****
Gesamtbeurteilung
Es war eine schöne Reise mit immer schönem Wetter. Nur wenige Schlecht Wetterstunden. 90% Schönes Wetter / 10% Schlechtes Wetter. Damit gehört diese Reise zu den Rekordschönwetterreisen. Die Hauptübernachtungshotels waren in einem sehr guten Zustand und können weiterempfohlen werden. Einzig das Hotel an der Rückreise entsprach nicht den Erwartungen. Da wir aber nur eine Nacht in diesem Hotel verbrachten, kann die Reise trotzdem als sehr erfolgreich angesehen werden. (8 Übernachtungstage Gut-Sehr Gut/1 Übernachtungstag Hotel mit kleinen Fehlern). Das Reiseprogramm war interessant und die örtliche Reiseführung war sehr kompetent und verständlich.
Gesamtnote: Sehr Gut.
Reiseroute
Tag 1 (13.05.2006): Wil/Bütschwil – Eclare Mare
Von Wil bis Chiasso
Als wir am 06:00 beim Restaurant Walhalla nahe des Bergholz-Fussballstadions in Wil einstiegen regnete es. Wir mussten noch rasch die Abstimmungsbriefe für die Abstimmung vom 21.05.2006 in den Postausgangskasten einwerfen. Danach ging es mit dem Kleinbus der Firma „Walter Grämiger AG, Butschwil“ und fuhren via Kirchberg (Der Übergang Cholberg war gesperrt) ins Toggenburgische Bütschwil zum Hauptsitz des Reiseunternehmung Walter Grämiger AG wo wir auf den Grossbus umstiegen und die anderen Mitreisenden begrüssten. Es waren die dieselben die jedes Jahr mitgingen. Nach der Begrüssung ging es die Route Bütschwil – Wattwil – Rickenpass – Uznach nach Schmerikon wo wir noch zwei altbekannte Aufnahmen. Von dort ging es weiter nach Uznach – Reichenburg – Walenseestrecke – Sargans nach Chur. In Bündner Rheintal wurde das Wetter besser und man konnte das schöne Domleschg bewundern. Am Splügen angelangt machten wir die Frühstückpause mit reichaltigem Büffet im Hotel _______. Mittels des San Bernhardinotunnels gelangt man zuerst ins Bündnisches Missox allmächlich ins Ticino wo die Sonne scheinte (Bis zum achten Tag werden wir schönes Wetter haben).
Von Chiasso bis Eclare Mare
Wir verliessen die Schweiz in Chiasso und fuhren weiter nach Milano wo wir die Mittagrast einlegten. Über Bergamo, Brescia, Verona, Vicenza, Padova, Mestre/Venzia erreichten wir die Piave-Ebene wo wir in Eclare Mare das Hotel Berna bezogen. Die Hotelbesitzerin war in Bern aufgewachsen und aus Erinnerung gab man dem Hotel den Italienischen Namen der Stadt Bern -> Berna. Das Hotel kann weiterempfohlen werden und ist ideal gelegen für Ausflüge in der Umgebung (Venezia, Triest, Dolomiten, Friaul, etc.). Vor dem Abendessen besuchte einige der Mitreisende noch den Strand. Er war breit und noch im Aufbruch. Wir Vermutteten das Sie dort einen Campingplatz bauten. Menschen gab es noch keine die sich auf dem Strand befanden. Es war noch zu kalt. Im Hotel erwartete uns ein Reichhaltiges Abendessen. Mit einem Salatbüffet, ich wählte die Spagehti Bollognese und den Kalbsbraten und das Obstbüffet als Dessert. Ein Wein aus der Gegend durfte natürlich nicht fehlen. Schliesslich ist die Piave Ebene eines des grössten Weinanbaugebiets von Italien.
Tag 2 (14.05.2006): Eclare Mare – Venezia – Eclare Mare
Venezia
Nach dem für italienischen Verhältnisse Reichhaltiges Frühstückbuffet musste man über einen kleinen (20km) Umweg in den Lido-Hafen Punta Sabbioni fahren, weil man die Piave-Brücke am Renovieren war. Das heisst man musste bereits um 08:30 anstatt um 09:00 aufbrechen um das Schiff das uns von Punta Sabbioni nach Venezia brachte pünktlich zu erreichen. Das schafften wir auch. Die Schifffahrt nach Venezia war schön und man lernte mal die andere Seite von Venezia kennen. In Venezia nahe des St. Marco Platzes angekommen trafen wir die Reiseleiterin Venezia. Auf dem Platz waren viele Menschen und noch um ein Vielfaches mehr Tauben die von einigen Menschen gefüttert wurden. Mache Personen lösten bei mir Kopfschüteln aus. Da sah ich bespiel eine 6 jähriges Mädchen deren man ansah das Sie angst vor Vögel hatte und Ihre Mutter nahm auf Ihrem Körper etwa 15 Tauben (5 pro Arm, 5 auf die Schulter) und streckte die Arme nach dem Mädchen. An diesem Tag kamen immer wieder eine Marschkappele durch den Platz maschierte und die Vögel erschraken dadurch. Wenn zu diesem Zeitpunkt wo die Mutter dem Kind die Arme mit vollen Tauben entgegenstreckte eine solche Marchkappele plötzlich kam, wären die Tauben erschrocken und hätten das Mädchen Spitalreif beim raschen Wegfliegen verletzt. Venezia war laut und man verstand die Reiseleiterin nicht richtig. Aber das machte nichts es war schönes Wetter und man konnte die Gebäude und die Kanäle bewundern und die Luft war im Gegensatz zu meinem ersten Besuch vor ¼ Jahrhundert (25 Jahren) im Sommer des Jahres 1981 nicht sticking und man konnte Atmen. Nach einer Stunde konnte man Venezia selber erkundigen. Wir bestellten ein Reichhaltiges Mittagessen, Mami eine Pizza und ich ein Entrecote mit Pommes Frites und an einem anderem Ort noch ein Glace (man musste ja schliesslich die italienische Glace probieren).
Von Venezia nach Eclare Mare

Trafen wir mit den anderen wieder auf dem Schiff ein und fuhren zurück nach Punta Sabione wo man unterwegs nochmals einen Blick auf das Inselsystem von Venezien hatte.
Am Abend in Eclare Mare gab es wiederum ein reichhaltiges Abendessen. Da ich leider zuviel zu Mittag gegessen hatte (das ist halt die Strafe wenn man Lust nach einem Glace hat) verzichtete ich auf den Dessert und gingen nach einem ½ Stündigen Abendspaziergang im Ort und einem kurzem Aufenthalt an der Bar gingen wir ins Bett.
Tag 3 (15.05.2006): Eclare Mare – Opatja
Auf dem Weg nach Triest
Am anderen Tag ging es nach dem Frühstück um 08:30 von Eclare Mare, entlang mit Blick auf die Julisch/Krainischen Berge und auf die Piave Ebene Richtung Triest.
Triest
In Triest machten wir einen Zwischenhalt damit man die Stadt frei erkunden konnte. Es waren viele Personen in der Stadt und es gab viel Verkehr in den Sternförmig angelegten Strassen. Viele Cafes waren zu und die Suche nach einem WC erwies sich als schwierig. Das einte Cafe wo wir ein Mineralwasser nahmen hatte ein Südländisches WC gehabt. In einem anderem Cafe gab es dann ein richtiges WC. Im Hafen von Triest war ein Kreuzfahrtschiff angekommen.

Wir verliessen Triest überquerten die Italienische/Slowenische Grenze. Dort nahmen die Zöllner mit der Grenzkontrolle sehr genau.
Lipicia
In Slowenien angekommen besuchten wir das Reitgestüht Ipicia, das etwa 10km nordöstlich vom italienischen Triest liegt. In diesem Reitgestüht wurden die berühmten Ipicianer Pferde für die Reithofschule Wien und anderen Orte gezüchtet und trainiert. Es war eine schöne Anlage und schöne Pferde. Das Gestüht darf man nur mit einer Führung besuchen. Während des Aufenthaltes wird man begleitet von einer kompetenten Reiseleiterin von Ipica die uns die interessanten Geschichten vom Gestüht berichteten. Innerhalb der Anlage gibt es auch eine Kapelle die populär für Hochzeiten genutzt wird. Das schöne Wetter machte den Besuch des Reitgestühts zu einem Erlebnis.
Auf dem Weg nach Opatia
Es war etwas 15:00 als wir von Ipicia aufbrauchen. Um in unser Reiseziel Opatja zu kommen musste man nach Italien zurückreisen und so kam es das man innerhalb von 5 Minuten zweimal das Land wechselte. Von Ipicia in die höheren Quartiere von Triest wechselte man von Slowenien nach Italien. Von dort ging es auf die Strasse die uns nach Opatja in südöstlicher Richtung führen soll. Kurz hinter Triest wechselten wir erneut das Land und waren wieder in Slowenien. Nach ¾ Stunden erreichten wir bei Starord die Slowenisch/Kroatische Grenze und wechselten erneut das Land nun sind wir in Kroatien. In allen Grenzwechsel an diesem Tag gab es gründliche Grenzkontrollen. Das wurde von der Europäischen Union und von der Schweiz von diesen Ländern verlangt um die Aussengrenzen abzusichern. In Kroatien gibt es die Währung Kuna (7 KUN = 1 EUR) und der Euro wird praktisch nirgends akzeptiert.
Opatia
In Opatia in der Kvannerbucht bei Rieka angelangt, erfuhren wir das die Hauptstrasse die uns zum Hotel führte Total renoviert wurde und gesperrt ist. Deshalb mussten wir 800 Meter vor dem Hotel in einem Busbahnhof aussteigen, die Koffer vorderhand im Bus lassen (werden später nachtransportiert) und zum Hotel gehen. Das machte aber nichts denn man konnte bereits das Ortsbild der Kurstadt Opatja bewundern. Im Hotel Adratic angelangt bezogen wir die grosszügigen Zimmer. Ein Hotelbus brachte uns bereits nach ¼ Stunden die Koffer nach. Das Hotel war gross und war Sitz des Casino von Opatja, dem Monte Carlo oder Nizza von Kroatien. Im Hotel wartete der Apero auf uns wo wir die Reiseleiterin von Kroatien kennen lernten die uns in den nächsten Tagen das Land zeigen wird und sehr spannende Hintergrundinformationen liefern wird. Wir schätzten Sie den Sie war eine der Kompetenzen Reiseleiterin im vergleich zu vergangenen Reisen. Besser konnte man es nicht mehr machen. Für Mittel- oder Westeuropärer bedeutete eine Apero meistens ein leichter Einstieg beispielsweise mit einem leichten Wein/Sekt oder einem Orangensaft. Hier ist es anders. Es gab Hochprozentiger Snaps (Grappa, Marrascino). Eine Erfahrung die wir in den folgenden Tagen immer wieder machten. Im grossen Esssaal (gebaut für ca. 500 Personen) gab es ein reichhaltiges Abendessen. Die Serviceleute waren ständig in der nähe und bewirteten uns hervoragend. Unsere Schweizer-Restaurants, wo man 10 Minuten (das erlebe ich täglich in St.Gallen) warten muss bis man bestellen und bezahlen kann sollten sich hier ein Beispiel nehmen. Das Essen war gut.

Am Abend prominierten wir noch zum Stadtzentrum, die einen bezaubernden Zugang zur Meer hat und sahen die Lichter der Grossen Stadt Rieka auf der anderen Seite der Kvarnerbucht.
Tag 4 (16.05.2006): Opatja – Moncenika Draga – Opatja
Moincenika Draga und der Lustige Bürgermeister
Um 10:00 machten wir den ersten Ausflug vom Bushof nach Moncenika Draga wo wir einen lustigen Bürgermeister trafen. Der Bürgermeister führte uns persönlich durch seine Ortschaft und machte immer wieder Witze. Er war ein richtiger Showmaster, aber auch ein guter Geschäftsmann. Es war richtig Gemütlich mit Ihm die Ortschaft zu erkunden. Auch sein Kollege der Pfarrer erklärte uns eine Kirche und war ein guter Geschäftsmann. Der Bürgermeister heirate vor 20 Jahren eine Deutsche aus Baden-Baden (Deutsche gelten auch immer als sehr Geschäftstüchtig) und pro Tag kommen 6 Cars mit voller Personenbesatzung zu Ihm. Um 11:30 besuchten wir in diesem Ort auch eine Olivenpressemuseum. Dort gab es 3 verschiedene Snaps von Ihm und es brach es ein richtiges Volksfest mit Gesang auf. Der Bürgermeister und seine Frau produziert Snaps, Wein, Honig und Olivenöl. Natürlich kauften wir von Ihm auch einige Produkte und wir führen zurück nach Opatia.
Opatia
Die Reiseleiterin Kroatien erklärte uns am Nachmittag bei der Stadtführung in Opatia die Geschichte der Stadt. So ist beispielweise Kaiser Franz Josef hier häufig in den Ferien gewesen. Damals gehörte Kroatien noch zu Österreich. Nach der Stadtführung durch die Pitoreske Umgebung hatten wir Frei und konnten selber die Stadt erkundigen. Opatja verfügt über einen schönen Küstenpanoramaweg (schöner und ausserhalb vom Verkehr nicht so wie in Nizza) und man herrlich Spaziergehen und zwischendurch Mittagessen draussen (Es gab keine Insekten). Das Mittagessen war günstig. Es war ¼ so teuer wie bei uns. Wieder im Hotel angelangten pausierten wir. Nach dem Abendessen gingen wir dann ins Bett um für den nächsten Tag fit zu sein.
Tag 5 (17.05.2006): Opatja – Pula – Rovjini – Porec – Opatja
Via Ucar nach Pula
Am 09:00 fuhren wir vom Bushof aus in Richtung des Uzer-Gebirges und dem neuen Strassentunnel zur Halbinsel Istrien mit der Gebrigen und Ländlichen Landschaft.
Pula
Es war ein schönes Land und wir erreichten Pula wo uns die Kroatische Reiseleiterin das zweitgrösste Amphitheater (nach dem Kolosseum in Roma) der Welt zeigte. Die 2000 Jahre alte Arena, wird heute für Theater, Shows, Staatsauftritte und Openair-Kinos verwenden. Es wird gut Besucht. Die Stadt selber ist eine riesige Archälogische Grabung immer wieder finden Archälogen Römische Gebäuderesten. Auch unterhalb des Hauptplatzes neben dem Rathaus der aufgerissen ist. Pula liegt an der Südspitze von Istrien.
Rovjin
Mit dem Car verlassen wir Pula in Nordwestlicher Richtung und erreichen die an der Istrischen Westküste gelegene Hafenstadt Rovjin wo wir eine weitere Stadtbesichtung mit unserer Reiseleiterin haben. Hier essen wir auch zu Mittag. Die Reiseleiterin lies uns nach dem Mittag frei ob wir die auf einem Hügel gelegenen Rovjiner-Kirche zu Fuss besuchen soll oder nicht. Die Hälfte und auch ich nahmen an der Führung teil, den anderen war der Weg zu steil (er war auch steil) und konnten eigene Stadtbesichtigungen oder Cafebesichtungen durchführen. Die Rovjiner Kircher war im Venzianischen Stiel gebaut. Es sieht aus wie der Venezianischen Glockenturm. Das ist nicht weiter verwunderlich. Denn Istrien und Dalmatien gehörten 200 Jahre zu Venezien und die Istrierer und Dalamatier haben sowohl Slawische wie auch Lateinische/Italienische Wurzeln.
Porec
Ebenfalls an der Westküste gelegen ist die Stadt Porec wo wir die dritte Stadtbesichtung am späteren Nachmittag auf dem Programm standen. Auch hier war die Stadtbesichtigung freiwillig. Zwischen Rovjin und Porec sahen wir einen wunderschönen Istrischen Fjord. In Porec besuchten wir die Euphrasius Kirche mit seinem schönen Innenansichten und den Mosaikwerken.
Die Rückkehr aus Porec führte uns wiederum durch ganz Istrien und durch das Ucar-Gebirge wo wir um 19:00 in Opatja im Hotel ankamen. Es war der Strengste Tag der ganze Reise aber er hat sich gelohnt da man vieles Entdeckte und schöne Städte besuchen kann. Auffallend ist die Sauberkeit der besuchten Städte.
Tag 6 (18.05.2006): Opatja – Plitvicki – Opatja
Auf dem Weg nach Seni
Um 08:00 fuhren wir los in Richtung Dalmatische Küste. Zunächst nahmen wir die Umfahrung der Grossen Stadt Rieka, der Regionalen Hauptstadt der Kvarnerbucht und erreichten in Bacar eine Malerische Meeresbucht. Entlang der Dalmatischen Küste entlang sah man über dem Meer die Krk-Insel mit seiner berühmten Brücke.
Ich hatte die Gelegenheit eine 25 Jahre alte Pendenz zu erledigen. Bis zu den Skandinvienreisen ab 1983 waren die vorhergehenden Reisen nicht gut dokumentiert und wiesen immer wieder Lücken bei Übernachtungsorten (das war übrigens auch auf der Skandivenreise 1984 mit zwei Lücken noch so) auf. In der Balkanreise von 1981 hatten wir folgende Übernachtungen (Ort zwischen Rieka und Senj, Dubrovnik, Sveit Nicola bei Ulcini auf einer Wiese nahe der Jugoslawischen/Albanischen Grenze, Mestre und Tobole am Gardasee) mit namentlich nicht mehr herhausfindbarem Übernachtungsname. Während dieser Reise versuchte ich zurückzuerinnern. Als wir am ersten Tag in Mestre bei Venezia vorbeifuhren sah ich die Industrie-Kamine an die ich mich immer wieder erinnerte als ich an damalige Übernachtung in Mestre erinnert. Eine Dunkles Hotelzimmer und im Fenster sah man die Industrie-Kamine im Dämmernden Abendhimmel. Während in Mestre der Übernachtungsort bekannt war ist der erste Übernachtungsort nicht mehr bekannt und hatte eine Fehlerquote von 60km. Ich erinnere mich nur noch ein Hotel mit einer Veranda im Restaurantteil wo man im Vordergrund die Strasse, dann Büschenlandschaft und im Hintergrund eine Insel (Steiniger Steil-Küste) mit einem wunderschönen Sonnenuntergang sah. Das musste die Insel Krk gewesen sein. An drei Orten passte dieses Erinnerungsbild und man konnte die Fehlerquote um 15km verbessern. Ich vermutte das wir in Sjbini waren.
Von Senj nach Plitvicki
In Senj überquerten wir den 45° Aequordial und verliesen somit die Nördliche Hälfte der nördlichen Weltkugelhälfte. Nun bogen wir nach Osten ab und verliessen die Küstenregion. Es folgte das Bergland. Die Höhendifferenz meisterte die Strasse mit Serpetinenkurfen. Die Landschaft wechselte zur Almlandschaft mit Wissen, Ackerland und Bergen. Bei einer Bäuerin machten wir Rast und konnten Landwirtschaftliche Produkte probieren und einkaufen. Die Landschaft war schön aber auch seltsam und traurig. Hier war eines der schlimmsten/schwersten Kriegsgebiete im sogenannten Jugoslawienauflösungskrieg (1990 – 1995). Man sah immer noch verbombte Häuser und entlang von Felder sah man Tafeln mit dem Aufschrift „Nicht betretren, Minen“. Noch gibt es immer noch viele Minen in den Feldern. Das schreckt die Landwirte ab Ihre Tiere (Kühe, Schafe etc.) auf das grosse Weideland zu lassen. Die Leute sind arm und jedes Tier ist wichtig für Ihr überleben. Jeder Verlust eines Tieres hätte schwere Konsequenzen. Deshalb werden Tiere nur quasi im Garten des Bauernhofes herausgelassen. Kilometerweise sieht man leere Felder in der schönen Flora. Während der Fahrt durch dieses Land verpflegten wir uns im Bus von Heidi Gerbers gemachten Würstchen. Diese Stärkung brauchten wir weil…
Plitvicki
… wir nun das berühmte Plitvicki-Seeland erreichten und dort eine rund vierstündige Wanderung erwarten. Das Plitvicki-Berg- und Seeland ist in der ganzen Welt vor allem durch die Karl May Verfilmung von Winnetou und der Silbersee und weiteren Filmen bekannt. An diesem Tag hat es viele Besucher und eine Schulklassen. Die Wege waren gut ausgebaut und wir schlendernden neben Wasserfälle, über Wasserfälle, stiegen Wasserfälle herunter überquerten Flüsse und Seen (manchmal mittendurch) man war erstaunlich nahe an der Natur. Nach 1 ½ Stunden erreichten wir einen See in der es mit dem Schiff weitergeht. Aufgrund der vielen Besucher musste man etwa ½ Stunden warten, aber die Zeit ging wie im Fluge man hatte immer was zu reden und konnte die schöne Landschaft geniessen. Die Fahrt dauerte etwa ½ Stunde. Nach der Schifffahrt konnten die Leute die Müde waren die Wanderung unterbrechen und zum Busplatz zurückkehren. 75% Prozent auch meine Wenigkeit machten weiter und wanderten noch ¾ Stunden weiter an der wunderschönen Natur entlang. Viele Fische waren in den Gewässern, Vögel zwitzerten und Frösche Quakten. Die letzten 10 Minuten war eine Schwere Wanderung in den man eine Steilen hang heraufgehen musste. Oben war ich sehr Müde. Die Würstchen wurden nahezu herausverdaut. Wir erreichten mit der zweiten Gruppe wieder den Bus wo uns die Rückfahrt nach Opatia bevorstand.
Rückreise via Senj nach Opatja
In der Rückreise schlief ich eine Stunde. An der Dalmatischen Küste erreichten wir wieder Senj wo wir eine Rast machten. Einige Namen Kaffee, einige wie ich ein leckeres Softeis mit verschiedenen Sorten. Mein Magen war nahezu leer als wir um 19:00 das Hotel in Opatia erreichten. Ich hatte so Hunger das ich zwei Portionen ass.
Tag 7 (19.05.2006): Opatja – Insel Krk – Opatja
Rjieka
Am 19.05.2006 ging es um 08:00 wiederum auf dem Bushof von Opatja los. Zunächst durchquerten wir die Stadt Rjeka mit seinen Vielen Häusern und der Schiffswerk. Zu Titos-Zeiten eines der grössten im Mittelmeerraum. Der vom Volk gewählt Jugoslawische Staatspräsident Tito hatte Rjeka zur Arbeiterstadt gemacht und viele Arbeitsplätze geschaffen. Tito war selber Kroate und hatte es verstanden trotz ständiger Drohungen aus Moskau (Wir befehlen Jugoslawien dem Warschauer Packt beizutreten) und Washington (Wir befehlen Jugoslawien der NATO beizutreten) sein Land aus dem Ost/Westkonflikt herauszuhalten. Jugoslawien war eines der friedlichsten und neutralsten Länder zwischen 1945 – 1980, während im Balkan Konflikte herrschten. Bürgerkrieg 1948 und 1955 in Rumänien und Bulgarien und Bürgerkriege in Griechenland 1950 – 1955 (Kommunistenrevolte) und 1968 – 1975 (Faschistenrevolte). Albanien war abgeriegelt und in der Gewalt als quasi Kolonie der Volksrepublik China. Ausgebeutet von Maos Getreuen. Nach Titos Tod gab es immer wieder Wechsel in Regierung und Führung und vermehrt zu Streitereien und Nationalismus. Als im Jahr 1989 der Serbische Präsident Millosevic den Aufruf Jugoslawien zu einem Serbischen Staates um zu ändern brach der Jugoslawische Auflösungskrieg (1990 – 1995 in teilen bis 1999) aus.
Ankunft auf der Insel Krk
Über die von einem Kroaten geplante Krk-Brücke erreicht man die Insel Krk auf der Nordwestseite. Die Insel ist sehr gross und man brauchte ½ Stunden zur Stadt Krk das am anderen Ende der Südostseite. Im Hafen der Stadt hat es Markt und viele Boote. Wir besichtigten die Stadt und geniesten die Kaffeepause. Auch hier gab es geschäftstüchtige Personen. Tja dann kam mir hier noch ein lieber Esel besuchen.
Punta und die Franzikaner Mönche auf Kosjuln
Nach einer ¼ Stündigen Fahrt erreichten wir die Hafenstadt Punta, mit dem malerischen Hafenbild, und bestiegen das Schiff das uns zur ganz kleinen Insel Kosjuln bringen soll. In der Insel Kosjuln gibt es ein Franziskaner Kloster in der Fransiskaner Mönche leben. Die Klosteranlage ist empfehlenswert zu besuchen und schön eingerichtet. Im Museum wird tradionelles Schiffsbau und Hauswirtschaft gezeigt, aber auch alte Landkarten und Noten/Münzen aus aller Welt und Zeitepoche sind hier ausgestellt. Das Muesum wird von ansässigen Mönchen geleitet. Auf der Insel selber leben nur Männer. Frauen leben keine auf der Insel. Es soll mal eine Köchin gehabt haben die sich um das Wohlergehen der Mönche gekümmert hatte, aber die lebte selber nicht auf Insel Kosjuln.
Das Weingut in Vrbnik
Als nächstes Stand am Nachmittag auf der Ostküste der Insel Krk eine Weinanbaugebiet auf dem Programm der Reise. Auf der Insel Krk ist das grösste Weinanbaugebiet von Kroatien. Grund ist der gute erdhaltige Boden, im Gegensatz zur Dalmatischen Küste und der Kvaerner Bucht mit steinigem Boden. Vor der Stadt Vrbnik sah man die Weinanbaugebiete. In der Stadt Vrbnik angekommen, besuchten wir einen Schauweinproduzent. Auch hier gab es zuerst einen hochprozentigen Snaps zum Aperitif. Ich nahm diesmal keinen. Wir konnten einen Werbefilm über Weinproduktion besichtigen. Später gab es noch eine „Wein-Degustation“ mit drei Sorten Wein (Weisswein, Rotwein, starker Dessertwein). Auch hier sehr Geschäftstüchtige Menschen.
Zurück nach Opatja
Die Heimreise stand an um wir erreichten um 17:00 Opatja. Wir nahmen das letzte Abendbüffet in Opatja ein und mussten an das Kofferpacken gehen. Morgen werden wir abreisen Richtung Österreich. Wir verabschiedeten uns von der Reiseleiterin Kroatien. Die Ausbildung als Reiseleiterin ist sehr streng. Für jede Kroatische Region muss man eine Diplomprüfung ablegen. In Kroatien dürfen nur Reiseleitungen von diplomierten Reiseleiterinnen gemacht werden.
Tag 8 (20.05.2006): Opatja – Ljubliana – Lienz
Nicht nur wir waren traurig das wir Opatja verlassen müssen, sondern auch das Wetter. Es war trüb und es nieselte etwas. Nördlich von Rupa verliesen wir Kroatien und waren wieder in Slowenien angekommen.
Ljubliana
Nach einer Pause in einer von der Mövenpick geführten (nicht sonderlich guten) Autobahnraststätte erreichten wir Ljubliana die Hauptstadt Slowenien. Wo wir auf die Reiseleiterin Ljubliana empfangen wurden. Sie zeigte uns die Hauptstadt und informierte uns über Geschichte der Stadt und des Landes. Es war Markt und viele Leute waren in der Stadt an diesem Samstag. Am Anfang der Führung nieselte es etwas. In der Stadt ist der Österreichische Einfluss sichtbar. Slowenien hat mehrere Jahrhunderte zu Österreich gehört. Sie gehört eher zu den schöneren Hauptstädten von Europa. Obwohl man in Slowenien etwas Essen konnte nahmen wir das Mittagessen im Bus. In Slowenien gibt es die Währung Tollar und der Euro wird nicht überall akzeptiert.
Der Weg von Ljubliana nach Lienz
Der Bus setzte seine Reise auf der Karawanken-Autobahn fort. Diese Autobahn führt nach Villach und ist eine logische Fortsetzung der Tauernautobahn. Kurz vor dem Karawankentunnel, verliessen wir noch rechtzeitig vor der Österreichischen Grenze die Strecke und blieben noch einwenig in Slowenien und fuhren in Richtung der Italienischen Grenzstadt Treviso im Frjaul. Nach einem ¾ Stündigem Halt fuhren wir weiter im langezogenen Gailtal, via dem Gailbergsattelpass und entlang des Drautal die schöne Stadt Lienz.
Lienz
Die Stadt Lienz gehört zum Bundesland Tirol und die Hauptstadt der Region Osttirol. Osttirol hat keine Direktgrenzanbindung zum restlichem Tirol. Das Hotel sah vom Aussen gut aus und auch in der schönen Hotelhalle. Die Zimmer könnten in besseren Zustand (verrauchte Tapeten) sein, aber das Bett und die Sanitärenanlagen waren in Ordnung. Ich würde den Hotelbetreibern empfehlen wenigstens Ihre Hotelzimmer in Raucher und Nichtraucherzimmer zu unterteilen oder gelegentlich die Tapete zu ersetzten. Nicht begreistert bin ich vom Service bei den Mahlzeiten und die Auswahl des Abendessens. Es wurde nicht dachgefragt ob man noch etwas braucht. Sondern es wurde im Schnellverfahren Gang um Gang gebracht. Wer das Essen nicht mehr aufgegessen hatte wurde von Chefin mit einem sarkastischen Spruch behandelt. Mami und ich hatten nach dem Essen Magenprobleme was zur folge hatte das wir in der Nacht und nachfolgenden Tag immer wieder Durchfall erlebt haben. Nach einem Abendspaziergang gingen wir ins Bett. Schon am Abendspazierung stellt wir fest das Jugendliche (sicher 30) aufmüpfig und agressiv auftraten. Es kam während der Nacht zu Krawalakten und schreieren bis 05:00 Uhr Morgens.
Tag 9 (21.05.2006): Lienz – Wil/Bütschwil
Das Hotel konnte mit dem Frühstücksbüffet noch Pluspunkte hohlen. Es war reichhaltig und in sehr guter Qualität. Danach fuhren wir Richtung Bruneck und verliessen für kurze Zeit Österreich auf Hauptstrassen Richtung Italien. Das Wetter im Südtirol war Nass und Trüb, nach einem Kaffeehalt im schon zweimal besuchten Sterzing beim Brennerpass entschieden der Reiseunternehmer auf direkt Weg heimzugehen. Es hatte wirklich keinen Sinn noch Abstecher in Vernebelte/Verregnete Pässe zu Unternehmen. Wir wechselten auf dem Brennerpass, wo wir Österreich wieder erreichten, von der Hauptstrasse auf die Autobahn. Vorbei an Innsbruck, Tefels und Imst erreichten wir die interessant gebaute Raststätte von Milis. Diese sieht im Inneren so aus als währe man in einem traditionellen Österreichischen Restaurant. Das Essen war gut und ich konnte meinen Magen beruhigen. Nach der 1 ½ Stündigen Pause ging via Landeck, dem Arlberg-Tunnel, Bludenz, Feldkirch weiter nach Hohenehms wo wir die Schweizerische Grenze bei Diepoldsau erreichten. Von dort fuhren wir die Rheintalautobahn Richtung St.Margrethen, Rorschach und St.Gallen weiter. In St.Gallen-Winkeln verliessen wir die Autobahn Richtung Gossau wo wir eine Mitreisende nach Hause fuhren. Sobald wir in Gossau wieder in der Autobahn waren fingen wir an Abschied von den Mitreisenden zu nehmen. Das auf dem Ausläufer des Hosenrucker Bergland vollständig gebaute Regionshauptstadt Wil war in Sicht. Wir verliessen den Bus beim Restaurant Frieden nahe dem 60 Meter hohen Wiler-Silo. Die Reise war um 17:00 zu Ende.



















