Skandinavien 2010.01 – Lappland, Saltstraumen, Helgeland, Namsedallen und Valdres

Gesamtbeurteilung

Wir sind ohne Probleme aus den Ferien zurückgekommen. Das Wetter war mehrheitlich schön (60% – 70%) und wir haben einiges zu berichten

Überblick

Projekt

Projektleitung: Daniel Schück

Übernachtungen

  • Roddby (DK) – Motel E4 ****
  • Söderhamn (S) – Best Western Hotel SöderH (Ehemals Scandic Hotel Söderhamn) ****
  • Arjeplog (S) – Hüttenzentrum Kraja *****
  • Saltstraumen (N) – Hüttenzentrum PlusCamp Saltstraumen *****
  • Namsos (N) – Hüttenzentrum PlusCamp Namsos ***** {Teuer}
  • Hierkinn (N) – Hüttenzentrum PlusCamp Hageseter *****
  • Beitostolen (N) – Hüttenzentrum Knuth ******
  • Malmö (S) – Best Western Hotel Jägersro *****
  • Jena (D) – Steigenberger Hotel Maxx *****

Reiseroute

Tag 01 (SA 22.05.2010): Von Wil über Lindau, Kassel, Hamburg, Lübeck und Puttgarden nach Roddby Havn

Der Tag begann kalt in der Ostschweiz. Es hatte vor einigen Tagen geschneit und wir sahen auf der Autobahn bei Gossau noch Schnee liegen. Ferner war es neblig. Im Rheintal schien die Sonne als wir über das verwaiste Zollamt Diepoldsau/Hohenems durchfuhren. In Hohenems lösten wir eine Korridormaut (Schweiz via Österreich <Pfänder> nach Deutschland). In Deutschland wurde im Donautal bei Ulm wieder neblig. Doch bereits bei Crailsheim hinter der Schwäbischen Alm wurde es schönes Wetter. In Hildesheim erfuhr ich von einem grossen Stau (55km) auf der Strecke Hannover – Hamburg. Deshalb umfahren wir das Staugebiet via Celle und Lüneburg. Am späten Nachmittag erreichten wir Hamburg, Lübeck und Puttgarden. In Puttgarden bestiegen wir die Vogelflugliniefähre nach Roddby Havn. Im Motel E4 in Roddby in Dänemark verbrachten wir unsere erste Nacht. Leider war das Restaurant geschlossen. Da uns die Reise noch in ein anderes Restaurant in der dünnbesiedleten Insel Loland zu umständlich war, fuhr ich zur nächsten Tankstelle und besorgte uns Zimmerfood und gingen bald ins Bett.

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Tag 02 (SO 23.05.2010): Von Roddby Havn über Malmö, Stockholm nach Söderhamn

Wir verliessen Dänemark auf der imposannten Oresundbrücke Kobenhavn nach Malmö und erreichten Schweden. Entlang des Vätternsees erreichten wir Stockholm wo es Pfingstausflugsrückreiseverkehr hatte. Nördlich von Stockholm bei Uppsala fing es an zu regnen. Wir erreichten das ehemalige Scanic Hotel Söderhamn (das wir bereits 1984, 1986 mit Vreni, 1989 übernachteten). Das Hotel gehörte nun der Best Western Kette und hiess Hotel SöderH. Ansonsten hat sich das Hotel kaum verändert. Auch in diesem Hotel hatten wir Pech. Der Hotel Direktor war alleine und es war kein Küchenpersonal da. Der Hotel Direktor machte uns Sandwiche mit Salat. Ich vermute dass, das Hotel wegen dem Pfingstwochenende auf reduzierten Betrieb umgestellt hatte. Von den rund 85 Zimmern waren vermutlich 4 belegt. Früher im Sommer war Söderhamn immer stark belegt. Söderhamn liegt am Bottnischen Meerbusen in Schweden gegenüber der Finnischen Küste. Auf der Fahr dahin gab es zum ersten Mal Probleme mit der Maestro-Karte. Tankstellen akzeptierten 6pinige Schweizer Karten nicht. Bei Beneluxreisen und in Tschechien/Polen an Ostern gab es keine Probleme. An diesem Tag fiel mir auf das viele Lastwagen trotz Pfingstsonntag in Schweden unterwegs waren.

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Tag 03 (MO 24.05.2010): Von Söderhamn über Sundsvall, Villhelmina, Storuman nach Arjeplog

Der nächste Tag war leicht Bewölkt. Das Frühstück war reichhaltig im Hotel SöderH. In Harnösund verliessen wir die Küstenstrasse E4 und fuhren in Diagonaler Südost zu Nordwest Richtung durch das Landesinnere von Schweden. Wir machten einige Halte und fotografierten die Umgebung. In Villhemina machten wir in einem Kaffe halt das auch ausgestorben war. Ein Kellner und eine Kellnerin waren beschäftigt in der Küche.

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Wir können selber Trinken auswählen. Als ich bezahlen wollte, wollte der Kellner kein Geld (!) doch ich bezahlte trotzdem was wir tranken. In Sorsele gingen wir einkaufen. Interesannterweise war der Coop offen. Zwischen Sorsele und Arjeplog war die Strasse eine ungeteerte Strasse. Aber das war kein Problem für den Opel. Unterwegs traffen wir Schneehasen und junge Rentiere. In Arjeplog bezogen wir eine Hütte und kochten uns ein Warmes Abendessen. Arjeplog lag an einem Schnee der noch teilweise zu gefroren war und draussen hatte es noch Scheefetzen.

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Tag 04 (DI 25.05.2010): Von Arjeplog via Fauske nach Bodo

Es war kalt am nächsten Tag und wir fuhren durch eine Landschaft bei den einige Teile noch zugefroren waren. Auch lange Seen waren voller Eis. Wir überschreiten den Polarkreis. Kurz vor der Norwegischen Grenze auf einem Pass fing es sogar noch zu Schneien.

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In Fauske ging ich zur Bank um Geld abzuheben und einen Kaffee und Torte zu geniessen. Die Skandinavier essen lieber Torten zu Kaffee. Wer kennt Sie nicht die Schokoladenkuchen oder die Kokusröllchen. In Saltstraumen bei Bodo bezogen wir eine Hütte in der wir drei Nächte blieben. Ich musste Bar bezahlen, weil die Maestro-Karte mit 6pin nicht angenommen wurde. Der Freund des Campingplatzdirektors sagte mir dass Sie zurzeit in Skandinavien Probleme haben mit den Unterschiedlichen Sicherheitsstandards in Europa (Vor allem mit Deutschland und der Schweiz). In Bodo ging ich zur Bank und wollte mit der Haupt-Maestro Karte Geld abheben. Dann passierte der Albtraum für jeden Touristen die Karte wurde eingezogen. Das Kartensperrzentrum konnte nichts mehr tun. Gottseidank hatte ich eine zweite Maestrokarte von einer anderen Bank (Migros Bank) dabei und konnte damit Geld abheben. Ferner hatte ich meine Postfinancekarte dabei in der ich in Fauske Geld abheben konnte. Saltstraumen ist der grösste Gezeitenstrom der Welt.

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Tag 05/06 (MI 26.05.2010/DO 27.05.2010): Die schöne Helgelandküste und die Umgebung von Bodö

Am anderen Tag rief ich meine Bank (SGKB) an um zu versuchen meine Maestrokarte noch zu retten. Doch man konnte die Karte nicht mehr entsperren. Die Karte werde von der Bank wo die Karte eingezogen worden war vernichtet (am anderen Tag bestätigte mir dies die Bank in Norwegen). Man war bereit die Karte nach Norwegen zu senden doch dies ginge dann 9 Tage. Ich beschloss dies nicht einzugehen. Mit meinen anderen Karten hatte ich dann keine Probleme mehr. Jeweils am Nachmittag machten wir einen Ausflug in die Umgebung des Hüttenzentrums. Es waren herrliche Tage. Praktisch wolkenlos. Nicht zu Kalt aber auch nicht zu Warm. Unsere Hütte war sehr gut eingerichtet. Die Küste zwischen Glomafjord und Bodö war sehr abwechslungsreich.

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Und wir konnten den ersten Elch in freien Wildbahn fotografieren. 11 Reisen hatten wir auf diesem Moment gewartet. In der zweiten Reise (1984) kam es schon mal zu einer Begegnung, jedoch war der Fotoapparat tief im Kofferraum versteckt.

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Tag 07 (FR 28.05.2010): Von Bodö via Saltfield, Mo i Rana, Grong nach Namsos

Am Freitag verliessen wir die Region von Bodö, nachdem wir Mautrechnungen beglichen haben. In Ballungsräume in Norwegen gibt es sogenannte automatische Kontrollpunkte. Überfuhr man diese musste man innerhalb von 3 Werktagen die Maut an einem bestimmten Ort zahlen oder es kommt eine Rechnung heim. An diesem Tag erlebten wir Spätfrühling, Nasser Frühling und Später Winter. Man fuhr von einem gemässigten Klima in eine kalte Klimaregion und wieder in eine gemässigtes Klima. Es war ein wunderbarer Tag.

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In Namsos bezogen wir eine Hütte für zwei Nächte.

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Tag 08 (SA 29.05.2010): Namsos und seine Küstenwelt.

In Namsos fuhren wir Richtung Küste und in Aglen pausierten wir. Wir hatten Freud. Unser Opel weniger. Denn in der Nähe war ein Möwenberg und plagten den Opel. Ein kleiner Regenschauer verwischte die Spuren. Namsos war noch ein Weisser Fleck auf unseren Norwegischen Reisen.

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Tag 09 (SO 30.05.2010): Namsos via Rorvik, Oppdall nach Hjerkinn

Die Halbinsel Fosan war ein Weisser Fleck auf unserer Norwegischen Reise. Wir fuhren diese mit Wildromantischen Küstenstreifen und Alpenwelten bestückte grosse Halbinsel und umfuhren damit Trondheim.

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In Rorvik ging es auf die Fähre nach Flakk. Diese Fähre hatte man vor kurzem das Manuelle Bezahlen abgeschafft. Man sollte diese dann in den Servicezentren bezahlen. In den Trondheimer Servicecentren hatte man jedoch keine Formulare für die Fähre. Ich werde eine Rechnung nach Hause bekommen, teilte man mir mit. In Hjerkinn im Dovre Nationalpark erkannte mich der Campingdirektor wieder und fragte mich ob ich die gleiche Hütte wie letztes Jahr möchte. Wir bezogen diese Hütte wiederum für zwei Nächte.

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Tag 10 (MO 31.05.2010): Dovre und Rondande

Am anderen Tag machten wir am Nachmittag einen Ausflug. Es gab eine Rundreisemöglichkeit. Als wir dort ankamen war leider der Slagboom (Schlagbaum) zu das die Strecke bis 04.06.2010 geschlossen ist.

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Doch es gab noch gute Alternativen. Am späten Nachmittag gingen wir in Dombas einkaufen und nachher zurück zur Hütte.

Tag 11 (DI 01.06.2010): Von Hjerkinn via Dombas, Otta, Vagamo nach Beitstolen.

Das Ziel der Reise war es die Weissen unentdeckten Gebiete zu bereisen. Einen grossen Fleck war das Valdres von Fagerness und die Valdresfjelastrasse (51) war uns unbekannt. Es war eine wunderbare Landschaft am Jotunheimen, dem Gebirge mit den höchsten Berge der Skanndischenalpen.

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Beitstolen war eine Stadt voller Touristenhäuser (sicher 300). Wir fragten uns ob diese jemals vermietet werden.

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In einem Katalog konnte man die Preisunterschiede sehen. Während im Januar – März die Preise bei 3000 – 4000 NOK pro Tag waren diese im Mai – September bei 500 – 800 NOK pro Tag. Wir bezogen eine Hütte für drei Nächte.

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Tag 12/13 (MI 02.06.2010/DO 03.06.2010): Rund um Valdres.

Wie bei anderen Tagen auch machten wir am Nachmittag ausflüge. Am Mittwoch fuhren wir bis zum Sognefjord und sahen bei der Passstrasse erneut verschneite Seen.

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Aber auch Stabskirchen im Tal der Stabkirchen gab es zu sehen.

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Am zweiten Tag fuhren wir nochmals zur Valdresfjelstrasse um detailierter die Landschaft zu erkunden und machten eine Stadtrundfahrt von Beitstolen.

Tag 14 (FR 04.06.2010): Von Beitstolen via Fagerness, Dramen, Saerte, Moss, Svinnesund, Göteborg nach Malmö

Tja wir mussten langsam an die Rückfahrt denken. Nach dem wir die Hütte wie üblich gereinigt hatten, fuhren wir entlang des Valdrestales vorbei nach Fagerness. Bei weiterfahrten nahmen wir jeweils in einer Wegkro (Raststätte) das Frühstück ein. Diese Raststätten waren immer sehr schön.

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Ich wählte eine neue Route die Oslo im Süden (!) umfahrt. Im Süden von Oslo lag ja eine Halbinsel und der mächtige Oslofjord brachte Schiffe aus dem Meer nach Oslo und umgekehrt. Doch die Norweger sind ja die Weltmeister im Tunnelbau. Sie haben den Längsten Strassentunnel der Welt (der Laerdaltunnel ist 25km) und die tiefsten Strassen und Untermeerestunnel der Welt (600 Meter unter dem Meeresspiegel). Für die Norweger war auch der Tiefe Oslofjord kein Problem. In Schweden nahm der Verkehr zu. In Uddevalla ist die vor 8 Jahren eröffnete Autobahnbrücke gesperrt gewesen man musste einen kleinen Umweg über die alte Stadtautobahn von Uddevalla machen. Der Verkehr kam in Stocken. Ganz zum erliegen kam es in Göteborg wo es einen Stau von 15km gab. Wir verloren ca. 1 Stunde. Am Abend um 19:00 erreichten wir Malmö und suchten ein Hotelzimmer. Das alte Scandic Arlov war geschlossen. Im Nachhinein erfuhr ich von einem neuen Scandic Arlov das anderer Stelle gebaut wurde. In Malmö wird im Moment mächtig gebaut. Alle Strassen in der Innenstadt sind aufgerissen und es gab etliche Umleitungen. Wir fanden um 20:00 ein Hotel am Stadtrand von Malmö das der Kette Best Western gehört. Nach einem üppigen Abendessen ging es ins Bett.

Tag 15 (SA 05.06.2010): Von Malmö via Kobenhavn, Gedser, Rostock, Berlin, Halle/Leipzig nach Jena

Das Hotel war voll von Touristen. Nach dem Frühstück ging es wiederum über die Öresundbrücke nach Kobenhavn in Dänemark.

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Auf dem Fährschiff Gedser warten wir am späten Vormittag auf unsere Fähre nach Deutschland. Sie fuhr pünktlich und kam pünktlich in Rostock an.

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Durch die schöne Mecklenburgische Seeplatte erreichten wir via Wittstock den Raum Berlin. Der Verkehr war gross jedoch nicht stockend und das Wetter war Warm. In Malmö habe ich Internet bereits Hotels im Raum (Halle/)Jena/Weimar/Suhl gesucht. In Jena bezogen wir das Hotel Maxx. Es war ein Hotel das an die Filme von Humphrey Bogart nachempfunden ist.

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Tag 16 (SO 06.06.2010): Heimfahrt von Jena via Suhl, Schweinsfurt, Würzburg, Stuttgart, Singen, Konstanz, Bonau nach Wil

Der letzte Ferientag war gekommen. Jena lag in der Mitte von Deutschland, so dass wir keinen weiten Heimweg mehr hatten. Wir konnten Grosszügig Pausen machen. In Würzburg fotografierte ich die Stadtansicht.

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Den letzten Halt machten im Hegau. Wir nahmen dann die Konstanzer-Route. Zum ersten Mal nach 8 Jahren wurde ich am Schweizer Zoll aufgehalten und musste ein Teil meines Kofferraums ausräumen. In dieser Zeit war sicher 40x über diese Grenze gefahren. Ich hatte nichts zu verbergen. Nach 10 Minuten konnte ich nach Wil weiterfahren.

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