Mängel in Online Routenplaner und Fehler in Microsoft MapPoint Objektmodel
Immer wieder lese ich Artikel wo jemand versucht via Microsoft MapPoint Objektmodel die Route-Anweisungen zu verbessern.
Oft wird über den Weg WayPoint –> SegmentDirections und dann Location versucht den Weg Koordinatorisch zu erfassen.
Das Problem ist das MapPoint.WayPoint.SegmentDirections.Location nicht den Weg aufweist, sondern den Mittelpunkt der angezeigten Karte. Also ähnlich wie MapPoint.Map.Location. Im Prinzip nimmt MapPoint.WayPoint.SegmentDirections.Location die gleichen Daten wie bei MapPoint.Map.Location
Wenn man eine Strecke von wenigen Kilometer hat das SegmentDirections aufweist ist das kein Problem.
Jedoch kann SegmentDirections auch eine Strecke sein von 100 Kilometer oder mehr. Wenn dies Gradlinig verläuft hat man kein Problem. Jedoch verläuft diese Strecke mit Kurven oder mit Bogen wird es zum Problem.
Beispielsweise die Strecke Wil – Bern:

Die Strecke ist stark gekrümmt. Der Schnittpunkt der Karte zeigt also ein Gebiet bei Ermensee. 30 Kilometer entfernt von der Strecke selber. Das kann dann zu kuriosen Auswertungen führen
Wil – Ermensee – Bern.
Das wird auch ein Grund sein das bei MapPoint oder deren Light-Versionen Microsoft AutoRoute nicht wie anderen Routenplaner die Ortsangabe steht ab wann die Anweisung gilt. Das ist einer Hauptmängel von Microsoft AutoRoute und Microsoft MapPoint. Obwohl die beiden Applikationen Ende 2014 mit der Weiterentwicklung aufgehört haben schreibe ich diesen Artikel.
Grund ist das die Online Versionen von Routenplaner wie Google Maps und Microsoft Bing Maps nicht wirkliche Alternativen sind. Denn mit keiner der beiden Online Versionen lassen sich eine ganze Reise Planen und Dokumentieren. Bei Google Maps gibt es nur die Alternative via My Maps, wo man Teilstrecken darstellen kann.
Jedoch kann man beispielsweise nicht die Wartezeit einstellen. Beispielsweise ich möchte Lübeck besuchen für 4 Stunden. Was hat dies für Einfluss auf die Strecke? Deshalb sind die alten Offline Routenplaner immer noch so beliebt, weil dies die Online Routenplaner nicht können.
Ferner gibt es Probleme im Winter. Offensichtlich merkt Google Maps das Pässe zu sind und zeigt die Route dann über einen Wintertauglichen Weg. Das wird einem zum Verhängnis.
Auch ich kämpfe in meinen Reiseberichten darüber:
Beispiel im Bericht https://schueckvcr.com/2011/05/28/skandinavien-2011-01-setesdal-westcap-molde-und-torsby/

Hier wird eine Strecke über Evje angezeigt. Als ich im Sommer diesen Artikel erfasst habe wurde die Strecke noch nach dem tatsächlichen Streckenverlauf dargestellt.

Google Map wird häufig als Dokumentationmittel wie in WordPress und anderen Blogs verwendet um seine Reise zu Dokumentieren. Es kann aber auch zu Schwierigkeiten führen.
Neulich hatte ich die Übernachtungsplätze als WordPress Blog integriert und musste immer bei Orten, die das ‚&‘ Zeichen im Kartenort verwenden, nachbessern. Ursache ist das bei Eingebetteten Google Map Karten das ‚&‘ Kaufmännische und Zeichen als der Beginn eines neuen Parameter genommen wird.
Es gibt aber viele Übernachtungsorte die im Google Maps wie folgt dargestellt sind:
Dalston Hall Holiday Park & Golf Club

Wenn man das mit IFRAME einbettet kommt der Fehler das man Parameter falsch gesetzt hat, obwohl der IFRAME Code von Google selbst vorgeschlagen wurde. Ich habe deshalb zwei Alternativen genommen.
Variante 1: Einen Nahen Ort markiert. (Beispielsweise die Strasse von Follonica)
Variante 2: Eine Google My Maps angelegt
Ein weiteren Nachteil der Onlineroutenplaner ist, dass man nicht genügend Wegpunkte (Waypoints) integrieren kann.
Die Grossbritannien Reise 1996 hat 63 Wegpunkte im MapPoint. Die kann Google / Bing Maps nicht darstellen.
Grund ist das man auch Ausflüge im Routenplaner darstellen möchte.
Allein der Weg durch London hat 13 Wegpunkte.

Deshalb ist es so das die Offline Routenplaner immer noch genutzt werden, obwohl diese Veraltetes Strassenkartematerial aufweist.
Eine Alternative ist per Tracker auf Smartphones die Strecke aufzuzeichnen die man fährt. Das setzt aber voraus das man bei Beginn der Strecke die Anwendung im Smartphone einschaltet und bei Ende der Strecke ausschaltet. Wenn jemand 3 Wochen unterwegs ist glaube ich allerdings kaum das er jeden Tag daran denkt dies so zu tun.
Schöner wäre wenn das eingebaute Navigationsgerät in Autos die Ferienstrecke aufzeichnen können. Man steckt beispielsweise einen Flashspeicher in den Navigationsgerät des Autos bei Beginn der Ferien ein und dann wird die Strecke aufgezeichnet. Am Ende der Ferien nimmt den Flashspeicher aus und kann diesen durch ein Programm in die Notwendigen Proportionen (Tagestouren) zerlegen. Das Endprodukt ist eine Geocoded Datei wie KML.